Montag, 1. Mai 2017

Neues von HR: Vom Beklagen mangelnder Akzeptanz zu gemeinsamen Lösungen oder HR öffnet sich

Vornweg: Diesmal hat es sehr lange gedauert, bis ich Zeit für den obligatorischen Rückblick auf das diesjährige HR BarCamp gefunden habe. Ich bedaure dies. Aber darauf will ich auch nicht verzichten, denn das originale HR BarCamp ist für mich ein sehr wichtiges Highlight. Den folgenden  Rückblick will ich heute auch mit einem Hinweis auf mein bevorstehendes Event - den HR Innovation Day - liefern.

Wie immer startete das HR BarCamp bei mir mit viel Spannung:
Im Vorfeld des BarCamps habe ich mich gefragt, was es bei der sechsten Auflage des BarCamps - neben den vielen interessanten Recruiting- und Dienstleister-Nuggets - wirklich Neues geben kann. Diese Frage werde ich zum Schluss beantworten.

Wie immer gab es zu Beginn des BarCamps ein sehr munteres und ausführliches Session-Pitching, so dass die Qual der Wahl wieder sehr hoch war. Ich habe mich in diesem Jahr bewusst für die kleineren Sessions entschieden. So konnte ich viel lernen: Zu Candidate-Personas und Personalmarketing (Johanna von Wollmilchsau), zur Datenschutzgrundverordnung (RAin Nina Diercks) zur Machtlosigkeit von HR in internationalen Matrixorganisationen, den Voraussetzungen moderner Teamarbeit (Anne Martens) aber auch zum Thema "Digital Mindset" (Barbara Braehmer) erfahren.
Gemeinsam mit Sara Eisermann habe ich auch selbst einen Workshop zum Thema "Gibt es ein Mindestalter von Recruitern (40+)?" angeboten. Anlass hierfür war ein Blogbeitrag von Jörg Buckmann). Bemerkenswert war der von Sara eingebaute "Battle of Arguments". Aus einem Streit der Meinungen in "Battle-Form" ergeben sich interessante Möglichkeiten gegenseitigen Lernens.
Intensive Diskussionen gab es in der Session von Barbara Braehmer zum Thema "Digital Mindset" -  eine der vielen Wortschöpfungen der letzten Jahre. Barbara ist es gelungen, Licht in das Dunkel des Schlagwortes zu bringen, auch wenn die Frage, ob es um digitales Verständnis oder doch Programmier-Skills geht, nicht abschließend geklärt werden konnte.
Wie immer gab es beim HR BarCamp einen "genialen" Entertainment-Teil.
Die "HR Gameshow" hat das Zeug zur Legende zu werden. Damit haben die BarCamp-Organisatoren Christoph und Jannis die ohnehin bereits hoch liegende Messlatte des BarCamps noch höher gelegt. Aber - wie hier zu sehen ist - haben auch die Teilnehmer/innen der Gameshow ihren Beitrag zum Erfolg geleistet.
Ganz nebenbei: Auch persönliche Träume gehen bei HR BarCamps in Erfüllung. Diesmal mein Traum, als Juror bei einer Gameshow tätig zu werden.
Wieder hat sich bestätigt, dass es gerade Barcamps möglich machen, viele Themen aus verschiedenen Perspektiven lösungsorientiert zu diskutieren. Beeindruckend ist dabei sowohl der Offenheit bei Diskussionen als auch die z. T. unkonventionellen Vorgehensweisen. Neben der zu beobachtenden breiteren Nutzung systemischer Herangehensweisen ist das HR BarCamp erneut ein Indikator für aktuelle Entwicklungen im Personalmanagement.

Das für mich wirklich Neue am diesjährigen BarCamp war, dass sich die Personaler spürbar gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen öffnen. Hier ist besonders der Workshop von Jo Diercks zu nennen, in dem es thematisch um das Recruiting im Jahr 2030 ging - recht schnell aber über allgemeine Fragen zur Zukunft der Arbeit und den Perspektiven von HR diskutiert wurde. Dabei ging es um gesellschaftlichen Wandel, neue Arbeitsmodelle und das Ehrenamt. Besonders hier wurde sichtbar, dass weniger die mangelnde Akzeptanz von HR beklagt wurde, sondern der Fokus zunehmend auf der Suche nach konstruktiven Lösungen lag. Wo liegt die Zukunft von HR: Eher im Sinne einer Caring-Company oder doch beim Gig-Broker.
und
Für den HR Innovation Day 2017 wünsche ich mir, dass diese Diskussionen im Sinne von Lösungen konsequent fortgesetzt werden. Vielleicht sehen wir uns am 20. Mai 2017 in Leipzig.

Freundliche Grüße aus Leipzig

Euer/Ihr Peter (M. Wald)




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